Pressemitteilungen und Stellungnahmen der Nebenklägervertreter Scharmer und Dr. Stolle in dem sogenannten NSU-Verfahren gegen Beate Zschäpe u. a.

Die Rechtsanwälte Sebastian Scharmer und Dr. Peer Stolle vertreten im Verfahren gegen Beate Zschäpe und andere vor dem Oberlandesgericht München die Tochter und den Sohn des am 4. April 2006 in Dortmund ermordeten Kiosbesitzers Mehmet Kubasik, Gamze Kubasik und Ergün Kubasik, als Nebenkläger. Auf dieser Seite werden wir regelmäßig das Geschehen im Gerichtssaal aus unserer Sicht schildern und entsprechend kommentieren. Wir versuchen dabei möglichst tagesaktuell bzw. ggf. aus den Verhandlungspausen heraus hier unsere Bewertungen des Geschehens für Sie zu dokumentieren.

Verteidigung Zschäpe: ohne Anträge und ohne Kommunikation.

Zum Beginn des Hauptverhandlungstages erwarteten viele Prozessbeteiligte heute Unterbrechungsanträge von Frau Zschäpe sowie weitere Anträge, ihre bisherigen Pflichtverteidiger zu entpflichten...

Weiterlesen …

Verteidigung Wohlleben scheitert erneut mit Beweisantrag

Zum Beginn des Tages wurde ein BKA Sachverständiger zum Munitionsvergleich der mit Kaliber 6,35 aufgefundenen Munition und Patronenhülsen gehört, also zu den anderen, nicht mit der Ceska 83 verfeuerten Projektile...

Weiterlesen …

V-Mann bleibt bei seiner Aussage, er sei kein V-Mann gewesen.

Am heutigen Hauptverhandlungstag wurde erneut der Zeuge Marcel D. gehört. Er war in den Neunziger Jahren Sektionsleiter Thüringen von Blood&Honour Deutschland und bis 2000 V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes. Der Zeuge blieb bei seiner Aussage, dass er niemals mit dem Thüringer Verfassungsschutz kooperiert habe und niemals an diesen Informationen weitergegeben habe.

Weiterlesen …

Untaugliches Störfeuer der Verteidigung Zschäpe.

Der heutige Hauptverhandlungstag begann mit einem Antrag der Verteidigung Zschäpe bezüglich des Sitzplatzes von dem Sachverständigen Prof. Dr. Saß im Verhandlungssaal. Am Nachmittag wurden ein Ermittler aus der Schweiz zu den Waffengeschäften der Firma Schläfli & Zbinden und ein Zeuge aus der Kasseler Nazi-Szene zu Kontakten zu Mundlos und Böhnhardt vernommen.

Weiterlesen …

Raubüberfall im Chemnitzer Edeka-Markt – der mutmaßlich erste bekannte versuchte Mord des NSU

Am 18. Dezember 1998 stürmten zwei Männer in die Kaufhalle, bedrohten eine Kassiererin mit einer scharfen Waffe. Es war wegen der Vorweihnachtszeit ein umsatzstarker Tag...

Weiterlesen …

Szeneaussteiger Kay S. belastet Zschäpe und Wohlleben schwer

Selten ergibt sich im NSU-Prozess die Möglichkeit von Zeugen aus der rechten Szene brauchbare Auskünfte zu bekommen. Kay S. war in den 90iger Jahren als Skinhead in der rechten Szene mit Mundlos, Böhnhart, Zschäpe und Wohlleben unterwegs und zumindest mit Mundlos auch befreundet.

Weiterlesen …

Blut, Ehre und „Pinocchio“

Der Tag begann mit der Vernehmung des Zeugen André K., einem alten Bekannten des Angeklagten André Eminger....

Weiterlesen …

200. Hauptverhandlungstag: Und wieder täuscht eine Zeugin aus dem alten Umfeld Erinnerungslücken vor.

Heute wurde die Zeugin Kathrin D. aus Chemnitz, Spitzname "Mappe", vernommen, die damals Mitte der Neunziger Jahre Beate Zschäpe und Uwe Mundlos kennen gelernt hatte.

Weiterlesen …

Verfassungsschutz: Nicht auf dem rechten Auge blind, sondern zu nah dran

gemeinsame Presseerklärung vom 23.04.2015

Nebenklagevertreterinnen und Nebenklagevertreter fordern umfassende Aufklärung und Konsequenzen für den Verfassungsschutz

Weiterlesen …

Beobachtete der Verfassungsschutz das Trio nach dem Untertauchen und unternahm nichts?

Als Zeuge war am heutigen 199. Verhandlungstag der ehemalige V-Mann Führer Meyer-Plath des Manns „Piatto“ alias  Carsten Sz. geladen. Der wegen versuchten Mordes an dem aus Nigeria stammenden Steve E. zu 8 Jahren verurteilte Rechtsextremist, hatte sich nach offizieller Schilderung während der Untersuchungshaft selbst dem Verfassungsschutz als Informant angeboten....

Weiterlesen …